Die Akupunktur ist eine sehr effektive, über 2000 Jahre alte Heilmethode zur Behandlung von zum Beispiel Schmerzen und Allergien. Ohrakupunktur stellt ein eigenes, von der Körperakupunktur unabhängiges System der Akupunktur dar.
Die Akupunktur und auch die Ohrakupunktur sind jeweils wirkungsvolle Methoden, akute und chronische Erkrankungen ohne Nebenwirkungen zu behandeln. Und stellen gute Behandlungsalternativen / – Ergänzungen unter anderem bei Erkrankungen des Bewegungsapparates, Schmerzzuständen, Stoffwechselerkrankungen und allergischen Erkrankungen. Beachtenswert ist die ausgleichende und heilsame Wirkung der Akupunktur auf psychische Störungen und in der Suchtbehandlung.
Die sehr sanfte und wirkungsvolle japanische Körperakupunktur kombiniere ich je nach Bedarf und Symptomatik mit der Ohrakupunktur. Zudem auch mit der Osteopathischen Behandlung. Dies geschieht, um die Vorteile der Akupunktur zu ergänzen.
In der Kinderbehandlung gibt es die Möglichkeit, mit der japanischen Kinderakupunktur – Shonishin – sehr gezielt und sanft hoch wirksame Reize ohne das Einstechen von Nadeln einzusetzen. In der Regel empfinden Kinder diese Behandlungsmethode als sehr angenehm. Daher wird Kinderakupunktur immer beliebter.
Die Nutzung der Reflexpunkte des Ohres zu Heilzwecken geht auf eine jahrtausendelange Entwicklung zurück. In China, Persien, Ägypten und dem alten Griechenland war die Behandlung des Ohres zu therapeutischen Zwecken schon vor ca. tausend Jahren bekannt. Ihr Weg nach Europa fand jedoch erst vor ungefähr 50 Jahren statt. Der Franzose Paul Nogier integrierte schulmedizinische Erkenntnisse, z.B. über das Hormonsystem, in das bestehende alte Wissen. Somit entwickelte er eine neue Topographie der Ohrreflexpunkte. Zum Auffinden der Punkte werden entweder die Schmerzempfindlichkeit oder spezielle Suchgeräte verwendet. Alternativ können Punkte bei Kindern oder sehr empfindsamen Patienten auch mit einem Laser behandelt werden. Akupunktur basiert ursprünglich auf der Annahme, dass Qi oder Lebensenergie durch den Körper fließt, die wir mit Reizen durch invasive oder auch nicht invasive Anwendung von Akupunktur-Nadeln oder manuellen Drucktechniken beeinflussen können. Die damit verbunden Reize an bestimmten Punkten oder Flächen können Haut- bzw. Gewebespannungen und die Aktivität des Nervensystems verändern.
Neurologisch wird angenommen, dass Akupunktur und seine Nadelreize periphere Nerven veranlassen können Signale über das Rückenmark an das zentrale Nervensystem zu schicken, was zu Änderungen in Schmerzverarbeitung, Muskeltonus oder Entzündungsreaktionen führen kann.
Auf der faszialen Ebene könnte Akupunktur mechanische Spannungen beeinflussen, was lokale Beweglichkeit, Durchblutung und Spannungszustände verändern kann.
Die Effekte sind oft vielschichtig: Schmerzlinderung kann durch gate-control-Mechanismen, endogene Opioide, Regulation von Entzündungsmediatoren und Veränderungen der Muskelaktivität hervorgerufen werden.

